Holland und Belgien auf dem Rad [Sommer 2009]


Fazit

Die Eindrücke, die von den beiden Ländern bleiben, sind widersprüchlich: Fahren auf perfekt augeschilderten Radwegen, zweispurig und stets in sehr gutem Zustand in Holland. Schöne Innenstädte, zum Beispiel in Delft oder in Leiden, und schmucke, meist kleine Häuschen in Dörfern und Kleinstädten. An der Nordsee dann die grossen Strandcampingplätze: Effizient organisiert aber manchmal etwas unpersönlich und schon sehr auf den Massentourismus ausgelegt. Sehr viel Landwirtschaft und dadurch bedingt der allgegenwärtigeGestank nach Gülle, der uns manchmal fast den ganzen Tag begleitet. Endlos lange Deiche, an denen man lieber keinen Gegenwind haben möchte.

Bei den Belgiern ist nicht mehr viel zu spüren vom Perfektionismus der Holländer, die manche auch als "deutscher als die Deutschen" bezweichnen. Obwohl sie das geniale Knotenpunktsystem erfunden haben, bevor es dann nach Holland kam, ist die Beschilderung hier spärlicher und hin und wieder fehlt wohl auch schon mal ein Schild.

Hauptstrassen ganz ohne Radweg, wie es sie z.B. in Antwerpen gibt, wären in Holland sicher undenkbar! Auch sind die Radwege nicht immer in gutem Zustand. Aber Belgien besitzt einen ganz besonderen Charme, der wohl in der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft seiner Einwohner begründet ist. Nirgendwo haben wir so schnell und freundlich z.B. Wegauskünfte erhalten, wobei man den Eindruck bekommen konnte, dass dies offenbar die Lieblingsbeschäftigung der Belgier sei.

Und ich bin nicht sicher, ob es einem in Deutschland so schnell passieren würde, dass man zum Kampieren auf dem privaten Rasen eingeladen wird...

Trotz einiger Pannen und Reparaturen, deretwegen zum Teil Ruhetage notwendig wurden, haben sich die Kilometer doch ganz ordentlich zusammengeläppert: Immerhin 930 km mit ziemlich viel Gepäck. Ron hat sein selbstgestecktes Ziel, die 1000 - km - Marke, also so gut wie erreicht.


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