Holland und Belgien auf dem Rad [Sommer 2009]


Falkenburg, 85 km

Mi, 12.8 2009

Am Morgen wache ich schon gegen 7:00 Uhr mit Kopfschmerzen auf. Aber wer kann schon mit Sicherheit sagen, ob das am süssen italienischen Limonenlikör gelegen hat.

Pauls Frau bereitet ein grossartiges englisches Frühstück zu und schmiert sogar Brote für die Fahrt. Wir tauschen Adressen, machen Fotos und ich lade die beiden herzlich ein, mich nächstes Jahr zu besuchen, wenn sie mit ihrem Camper auf dem Weg nach Skandinavien sein werden.

Wir kürzen den Weg zurück zum Kanal über Beverlo und Behringen etwas ab. In Beverlo schicken wir Postkarten ab, im nächstgrösseren Ort Beringen finden wir sogar einen Lidl, wo wir Getränke besorgen.

Auf Pauls Empfehlung steuern wir die Stadt "Falkenburg" hinter Maastricht an, wo es gleich mehrere Campingplätze gibt. Zwischendurch müssen wir Tims Hinterrad mittlerweile zum 3. Mal flicken. Tim versenkt nun zum Lokalisieren des Lecks sein Rad von einem schmalen Sims aus zur Hälfte im Kanal, was aber nicht zum erhofften Ergebnis führt und bei mir Entsezen auslöst. Schliesslich finden wir Leck und Scherbe im Mantel auf meine altmodische Art.

Obwohl Maastricht uns als sehr schöne Stadt empfohlen wurde, durchqueren wir sie in einem Zug. Mit etwas Mühe und viel Fragen finden wir eine Radroute Richtung Falkenburg. Die Schilder müssen beim Bau allerdings kurzfristig ausgegangen sein, denn wir landen irgendwo in der Feldmark. Nun setzt auch leichter Nieselregen ein

Aber auch hier kommen uns freundliche Belgier immer wieder mit Wegbeschreibungen zu Hilfe. Frustriert legen wir schliesslich den Rest des Weges auf der Bundesstrasse zurück, wobei ich nun bis zum Schluss der Reise, wie geplant, wieder den Anhänger übernehme. Dieser hängt wie Blei am Rad, als wir die langgezogene Steigung zum Örtchen mit dem passenden Namen "Berg" erklimmen.

Auf dem Campingplatz "De Linden" kurz vor Falkenburg, den wir gegen 19:00 erreichen, werden wir sehr freundlich empfangen. Wir beschliessen, uns auf der Terasse der "Kantine" erstmal ein grosses Schnitzel zu gönnen, bevor wir die Zelte aufbauen. Kurz darauf giesst es in Strömen.

Ron geht hinein, Fussballgucken, während Tim und ich bei ein paar belgischen Dunkelbieren der Marke "Leffer" auf eine Regenpause warten, die nicht kommt. Um 11:30 bauen wir völlig betrunken bei strömendem Regen die Zelte auf.