Holland und Belgien auf dem Rad [Sommer 2009]


Antwerpen, 110 km

Montag, 10.8. 2009

Während ich mich vor der gestrengen Rezeptionistin dafür rechtfertigen muss, dass wir uns einfach einen freien Camperplatz genommen haben (kostet uns läppische 38 €), nimmt Ron ein erfrischendes Bad im Pool.

Über Middelburg, wo wir vielleicht zum letzten Mal die hervorragende niederländische Ausschilderung der Radstrecken bestaunen können, geht es nach Belgien: Wir nehmen Kurs Richtung Osten, nach Antwerpen. Unterwegs bekomme ich ein besonders prächtiges Exemplar einer holländischen Windmühle vor die Linse.

Der kräftige Wind, der aus Westen bläst, bringt uns schnell voran. Wir sehen einen jüdischen Friedhof, dessen schöne alte Mauern und Eingangstor mir gefallen.

Ausserdem finden wir ein Internat für Ron: Seine Mutter wäre vermutlich sehr angetan von der Idee ...

Gegen 19:00überschreiten wir im Örtchen "Putte" die Grenze nach Belgien.

Hinter Putte, in der Stadt Kapelle, wird der Verkehr dichter und eine Umleitung kostet uns zusätzlich Zeit.

Ab Stadtgrenze Antwerpen lassen wir uns per Navi im Radfahrmodus zum Stadtcampingplatz "De Molen" lotsen, gestärkt durch ein Supersparmenü der freundlichen Burgerkette "Quick", die Ron unbürokratisch von meinem Geld beschafft, während ich den Navi einstelle.

Zuletzt geht es durch einen "Fietstunnel", dann sind wir da. "De Molen" ist voll. Eine freundliche ältere Belgierin bringt uns aber zu einem freien Fleck zwischen Wohnwagen, wo wir im Dunkeln die Zelte aufschlagen und sodann die 110 km bei Bier, Suppe und Rotwein feiern.

Uns fällt auf, dass uns auf diesem Campingplatz jeder freundlich grüsst.