Holland und Belgien auf dem Rad [Sommer 2009]


Asendorf - Groningen - Bergumer Meer, 70 km

Samstag, 01.08. 2009

Wir fahren gegen 9:30 in Asendorf los und erreichen den Zug 10 Uhr 38 Richtung Bremen in Buchholz. Nach zweimaligem Umsteigen in Bremen und Leer sind wir gegen 15.30 in Groningen.

Vom Bahnhof, an dem es ein Fahrradzentrum mit Reparaturwerkstatt gibt, radeln wir zunächst ins Stadzentrum und finden einen Markt, wo wir „Fish and Chips“ bekommen. Ein freundlicher älterer Holländer erklärt uns den Weg zum Supermarkt, wo ich Getränke und Snickers für die Weiterfahrt besorge.

Dann versuchen wir, in Richtung Zuidhorn die Stadt zu verlassen, was sich als schwierig erweist. Tim hat mehrfach Probleme mit der Schaltung. Ihm springt die Kette übers grösste Kettenblatt hinüber. In Zuidhorn fahren wir, aus Versehen, und wegen schlechter Ausschilderung, über eine Umgehung, die keinen Radweg besitzt und für Radfahrer offensichtlich nicht gedacht ist, worauf uns gleich mehrere Holländer aufmerksam machen. Ausserdem bekomme ich irgendwie den Eindruck, dass das Urinieren am Strassengraben hier nicht eben beliebt ist.

Hinter Zuidhorn wenden wir uns links und folgen dann eine Weile dem Prinzessin-Margarethe-Kanal. In Strobos machen wir kurz Rast an einer Drehbrücke(Film!).

Unser ungefähres Ziel ist ein Campingplatz in der Nähe von Leuwarden, von denen es mehrere gibt. Auf der Karte entdecken wir einen auf der Westseite des Bergumer Meers, den wir schliesslich, nach einer schönen Fahrt der Abendsonne entgegen, über eine Reihe schmucker hollaendischer Dörfer mit Namen wie z.B. Drögenham, erreichen. Ich versuche, mit der Kamera die Athmosphäre auf einem schönen Friedhof in der Abendsonne einzufangen, was nur teilweise gelingt.

Laute Diskomusik empfaengt uns schon am Eingang des Campingplatzes. Schliesslich wird uns ein Platz auf einer Wiese zugewiesen, die offensichtlich für Angler gedacht ist. Der Angelschein ist im Preis von 32 Euro sicherlich schon enthalten.

Wir haben Probleme, die Waschräume zu finden, die sehr weit von unseren Zelten entfernt sind, aber Tim entdeckt mit traumwandlerischer Sicherheit den letzten Ort auf dem Gelände, wo wir noch etwas zu Essen und ein Bier bekommen. Es ist mittlerweile schon 10 Uhr. Hier bekommen wir zum ersten Mal einen kleinen Querschnitt durch die Holländische Küche:
Brodje, Bami - Schiff, Erdappelsalat ...